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Auto - Urlaub in Europa

25.07.2010 12:15 von Achim Lange

Urlaub in Europa

Harte Strafen für Verkehrssünder

Wenn man in Italien mit zu viel Promille am Steuer erwischt wird, kann das Auto eingezogen und versteigert werden. Spanien verschärft die Strafen für Raser und in Österreich lohnt sich das Jahrespickerl jetzt nicht mehr. Wir haben diese und weitere wichtige Infos für die Autofahrt in den Urlaub zusammengestellt.

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Italien: Alkohol am Steuer kann das Auto kosten

Alkoholsünder müssen in Italien mit drastischen Strafen rechnen. Bei mehr als 1,5 Promille Alkohol im Blut wird das Auto, sofern es das eigene ist, eingezogen und danach versteigert. So schreibt es eine neue Verordnung des italienischen Justizministeriums vor. Auch in anderen Ländern werden Trunkenheitsfahrten hart bestraft. In Dänemark zum Beispiel kann das schnell ein ganzes Monatsgehalt kosten. In Spanien muss man im Extremfall sogar für drei bis sechs Monate hinter Gitter.

Kinder brauchen eigene Reisedokumente

Für Reisen innerhalb der EU genügt für Kinder und Jugendliche ein Personalausweis, den die jeweilige Kommune ausstellt. Für Reisen außerhalb Europas muss ein Kinderreisepass beantragt werden. Seit November 2007 dürfen Kinder aus Sicherheitsgründen nicht mehr bei den Eltern in den Pass eingetragen werden. Vor dem 1. November 2007 ausgestellte Reisepässe und noch nicht abgelaufene Kinderausweise bleiben aber gültig. Vor Reisen in die USA ist es ratsam, einen elektronischen Reisepass zu beantragen.

Hohe Strafen für Raser in Spanien und Italien

Hohe Geschwindigkeitsübertretungen und Alkoholfahrten können anstatt satter Geldbußen in Spanien künftig auch Gefängnisstrafen nach sich ziehen. Ob es bei der Geldstrafe bleibt, hängt davon ab, ob das Leben anderer fahrlässig gefährdet wurde. Je nach Einkommen können allerdings bis zu 144.000 Euro eingefordert werden. Mit diesen drastischen Maßnahmen will Spanien seine überdurchschnittlich hohe Zahl an Verkehrstoten senken. Wer auf der Autobahn mit mehr als 200 Stundenkilometern (Limit ist 120 km/h) und in Ortschaften mit mehr als 110 Stundenkilometern (Limit wie bei uns 50 km/h) geblitzt wird, muss künftig mit einer Haftstrafe von drei bis sechs Monaten rechnen. Das gilt ebenso für Autofahrer, die mit mehr als 1,2 Promille Blutalkohol am Steuer erwischt werden.

Wer zu schnell fährt, wird auch in anderen Urlaubsländern hart bestraft. Wenn Sie in Italien 20 Stundenkilometer zu schnell unterwegs sind, werden schon mindestens 150 Euro fällig. In Österreich sind es ab 20 Stundenkilometer Geschwindigkeitsübertretung mindestens 20 Euro. Die Schweizer kassieren in solchen Fällen 110 Euro aufwärts.

Falschparken ist im Ausland oft teurer als bei uns

tl_files/Fakschparken.jpgIn vielen europäischen Ländern ist ein Knöllchen für falsches Parken sehr teuer. Informieren Sie sich deswegen unbedingt, was Parkschilder und farbige Linien auf der Straße in Ihrem Urlaubsland zu bedeuten haben. Wer zum Beispiel in Tschechien falsch parkt, muss mit einer Geldstrafe ab 55 Euro rechnen. In Kroatien sind mindestens 35 Euro und in Schweden mindestens 40 Euro fällig. Die Italiener verlangen ab 35 Euro aufwärts und in Österreich muss man fürs Falschparken mindestens 20 Euro berappen. In vielen Ländern wie beispielsweise in Holland können falsch geparkte Fahrzeuge abgeschleppt oder mit einer Parkkralle an der Weiterfahrt gehindert werden. Für das Anbringen und Entfernen der Reifenklemme wird eine zusätzliche Gebühr fällig, die oft um einiges höher ist als das eigentliche Bußgeld.

Kein Pardon beim Tempo

Egal ob Paris, die Bretagne oder die Côte d'Azur - Frankreich hat viel zu bieten und gehört deswegen zu den beliebtesten Reiseländern der Deutschen. Zu eilig sollte man es auf dem Weg zum Ziel aber nicht haben ...

tl_files/Frankreichflagge.jpgZu Beginn der Reisesaison müssen sich Urlauber darauf einstellen, dass die Zahl der Geschwindigkeitsmessgeräte wieder gewaltig aufgestockt wird. Besonders auf den Routes Nationales, die viele Urlauber als Alternativstrecken zu den häufig verstopften Autobahnen wählen, gibt es viele Radar-Fallen. Wer dort zum Beispiel mit 20 Stundenkilometer zu viel erwischt wird, zahlt schon 90 Euro. Deshalb zur Erinnerung: Innerorts gilt Tempo 50, auf Landstraßen 90 und auf der Autobahn sind 130 Kilometer pro Stunde erlaubt.

 

Tempolimits "extraordinaire"

tl_files/Tempolimits in France.jpgGanz wichtig: Bei Nässe müssen Sie unbedingt runter vom Gas! Auf den Autobahnen wird dann das Tempolimit auf 110 gedrückt und auf Landstraßen sind dann nur noch 80 Stundenkilometer erlaubt. Fahranfänger müssen in den ersten zwei Jahren grundsätzlich so langsam fahren. Außergewöhnlich schnell dürfen dafür Fahrzeuge mit Anhängern unterwegs sein. Für sie gilt auf Autobahnen das normale Tempo 130. Aber Vorsicht: Die meisten Anhänger sind in Deutschland nur bis Tempo 100 zugelassen. Wenn Sie trotzdem schneller fahren, kann die Versicherung bei einem Unfall die Leistung verweigern.

Ein Tipp noch ...

Wenn Sie in Frankreich gerne auch ein gutes Glas Wein trinken wollen, dann sollten Sie das Auto lieber stehen lassen - sonst ist die Urlaubsfreude dahin. Die Promille-Grenze liegt bei 0,5 und schon bei kleinen Überschreitungen sind 750 Euro Strafe fällig!

Null Toleranz bei Alkohol.....

Besonders Urlauber aus Bayern fahren gerne nach Kroatien. Im Vergleich zu Italien oder Frankreich kann man dort noch relativ günstig Urlaub machen. Hier noch ein paar Hinweise für den Straßenverkehr.

tl_files/Kroatienflagge.jpgBei der 0,0 Promillegrenze kennen die Kroaten kein Pardon. Wer trotzdem Alkohol trinkt und beim Fahren erwischt wird, muss tief in die Urlaubskasse greifen. Mindestens 135 Euro sind fällig. Gestiegen sind auch die Strafen für zu schnelles Fahren. In Ortschaften dürfen Sie mit 50 Kilometern pro Stunde unterwegs sein, auf Landstraßen mit 90 und auf Autobahnen mit 130 Stundenkilometern. Besonders Fahranfänger müssen sich in Kroatien an die Tempolimits halten. Wer seinen Führerschein noch keine zwei Jahre hat, darf auf den Autobahnen nicht schneller als 110 Stundenkilometer dran sein.

 

 

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Pingelig beim Pickerl

Auf dem Weg in den Süden kommt man kaum dran vorbei und auch als Urlaubsland ist Österreich selbst sehr beliebt. Aber halten Sie sich an die Verkehrsregeln, sonst ist Ihre Reisekasse ganz schnell leer ...

Seit dem 1. Januar 2008 ist die Lichtpflicht in Österreich wieder abgeschafft. Sie dürfen aber weiterhin mit einem Tagfahr- oder Abblendlicht durchs Land fahren. Und wenn Sie auch mal zum Heurigen gehen wollen, dann denken Sie dran: In Österreich liegt die Promille-Grenze bei 0,5.

 

tl_files/fahrschule_lange/Warnwesten sind Pflicht.jpgWarnwesten sind Pflicht....

In Österreich gilt seit 2005 die  "Warnwestenpflicht". Das heißt, Sie müssen eine gelbe oder orangefarbene Weste im Auto dabei haben und natürlich auch anziehen, wenn Sie bei einer Panne oder einem Unfall aussteigen. Sonst sind in der Regel zwischen 14 und 36 Euro Strafe fällig. Die Warnwesten gibt's übrigens beim ADAC oder auch an Tankstellen und in Baumärkten. Sie kosten zwischen drei und zehn Euro.

Scharfe Tempokontrollen

Vor allem auf den Landstraßen steht die Gendarmerie gerne und oft mit Starenkästen. Halten Sie sich also unbedingt an die 100 Stundenkilometer. Innerorts gilt Tempo 50, auf Autobahnen 130. Und denken Sie auch an die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Nacht. Auf der Tauern-, Inntal-, Brenner- und Rheintalautobahn dürfen Sie von 22.00 bis 5.00 Uhr nicht schneller als 110 fahren.

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Mindestens 70 Euro für verbotenes Überholen

Überholverbote nehmen die Österreicher sehr ernst. Wenn Sie da, wo es nicht erlaubt ist, erwischt werden, sind schnell mal 70  Euro fällig. Auch Parken sollten Sie nur auf ausgeschilderten Flächen - nie auf privaten Grundstücken oder Wiesen am Straßenrand. Es ist sogar schon vorgekommen, dass Einheimische den Falschparkern ihren Anwalt mit einer Besitzstörungsklage auf den Hals gehetzt haben. Übrigens: Egal um welches Bußgeld es geht - Verdrängen hilft gar nichts. Denn alle Strafzettel, die Sie in der Alpenrepublik bekommen, werden nach Hause geschickt und hier auch verfolgt.

Teure Brenner-Maut

Schwere Wohnmobile über 3,5 Tonnen werden seit 2004 wie Lastwagen behandelt und kräftig zur Kasse gebeten. Zugelangt wird vor allem am Brenner. Preiswerte Alternativen sind die Brenner Bundesstraße, die Felbertauern-Route oder der Reschenpass.

 

 

 


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